Vortrag: Pracht oder Prekariat? Manchmal muss man's einfach machen

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Es werden zunehmend mehr Menschen in den Feldern der Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft ausgebildet. Einer erhöhten Konkurrenzsituation am Markt stehen aber gleichzeitig neue Chancen und Berufsbilder entgegen, die in starkem Maße durch digitale Umwälzungen entstehen. Ein Spiel auf Zeit: Werde ich eines Tages zu den Auserwählten gehören, die sich mit dem klassischen Selbstvertsändnis des Künstlers am etablierten Markt durchsetzen? Wie weit muss ich es treiben, um überhaupt loslassen zu können? Wie weit gehe ich mit dem "Alles für die Kunst"?

Hans Abbing, Bildender Künstler, Ökonom und emeritierter Professor für Kunstsoziologie an der Universität Amsterdam, kritisiert, daß eben dieses "Alles für die Kunst" in Deutschland zu einer Wild-West-Ökonomie in den Künsten geführt hat, die nicht im Interesse der meisten Künstler sein kann.* 

Aber wie sieht es aus mit den Alternativen? Widersetze ich mich der Trennung von Kunst und Unterhaltung? Oder sehe ich mich sogar als trendy Kulturunternehmer, der in digitalen Umbrüchen die Chance der individullen Selbstvermarktung sieht? Will ich mein künstlerisches Handwerk und die Erfahrung in künstlerischen Prozessen auf ganz andere Bereiche anwenden?  Wo liegen die Alternativen? Wie kann ich die für mich passende Strategie entwickeln? Wir beginnen mit einem statistischen Blick auf die Einkommenssituation von Künstlern und Kulturberufen gemäß einer aktuellen Studie des Büros für Kulturwirtschaftsforschung, Köln. Christof Schreckenberg verbindet das mit eigenen Erfahrungen in der freien Szene und Erkenntnissen aus Hunderten von Einzelberatungen zu kreativem Unternehmertum. Im Anschluss freuen wir uns auf spannende Diskussionen.

Kontakt: 
schreckenberg@creativetide.de 
Telefon  0221 / 8282 2345.

 

*Vgl.: Hans Abbing: "Künstlerarmut in Europa", in: Kulturpolitische Mitteilungen, Nr. 145, II/2014,S. 48ff