Internationale wissenschaftliche Konferenz zur Kultur- und Kreativwirtschaft im BMWi in Berlin

BMWi Podium Wissenschaftskonferenz Kultur- und Kreativwirtschaft
Kernerkennnisse und Quellen: Die zunehmende Zahl an Studien belegt, wie wichtig der internationale Blick auf das Thema ist. Es wäre sträflich, in einer euro-zentristischen Sichtweise zu verharren. Der asiatiasch pazifische Raum hat Europa in Umsätzen und Erwerbstätigenzahlen überholt. Das besagt eine weltweite Studie der CISAC (Globaler Dachverband der Verwertungsgesellschaften für Autor*innen und Musikurheber*innen). 

Gadi Oron, Generalskretär der CISAC, präsentierte “the first global map of cultural and creative industries“. Gemäß der im Dezember 2015 erschienenen Studie liegt der asiatisch pazifische Raum mit 743 Mrd. US $ Umsatz und 12,7 Mio. Jobs vorn, gefolgt von Europa mit 709 Mrd. US $ Umsatz und 7,7 Mio. Jobs. Auf Platz 3 folgt nordamerikanische Raum (USA und Kanada) mit 620 Mrd. US $ Umsatz und 4,7 Mio. Jobs. Danach kommen Südamerika inklusive der Karibik und Afrika mit dem Mittleren Osten.

Genauere Informationen zur Studie “Cultural Times – The first global map of cultural and creative industries“ finden sich auf http://www.worldcreative.org/
Die US-amerikanische Bundesregierung beschäftigt sich erstmals offiziell mit der Kultur- und Kreativwirtschaft mit einer Studie des National Endowments for the Arts , vorgestellt von Bonnie Nichols und Elisabeth Cologer. Weitere Informationen unter: http://www.bea.gov/newsreleases/general/acpsa/acpsa0216.pdf.
Im zweiten Themenfeld „Innovation“ wurde „The First Global Innovation Index 2016“ präsentiert, erstellt von der Cornell University, INSEAD und WIPO: http://www.wipo.int/econ_stat/en/economics/gii/

Die EFI/Expertenkommission Forschung und Innovation stellte darüber hinaus ihr Jahresgutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2015 vor, siehe:http://www.e-fi.de/fi…/Gutachten_2015/EFI_Gutachten_2015.pdf
Das war extrem viel Inhalt, sehr kompakt in den Präsentationen, der zwischendurch in mehreren Panels mit Publikumsbeteiligung diskutiert wurde. Das Bild oben zeigt Gastgeber Michael Söndermann und daneben die Diskussion zur „Global Map Cultural and Creative Industries“ mit Cornelia Dümcke (Culture Concepts Berlin), Andreas Johannes Wiesand (Compendium of Cultural Policies and Trends in Europe, Straßburg/Bonn) und Matthias Hornschuh (Komponist, Mediamusic, Köln), Moderation: Gesa Birnkraut.
Weitere Online-Dokumentationen zu den Beiträgen finden sich u. a. auf www.kultur-kreativ-wirtschaft.de.